Pilgern mit Hund

Das Pilgern ist ohne Zweifel eine der Urformen des Wanderns und kann auf eine bereits Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Seit jeher machen sich die Menschen auf den Weg zu Kultstätten und religiös bedeutsamen Orten und haben somit im Laufe der Zeit Pilgerwege geschaffen. Auch heutzutage werden diese Routen nach wie vor stark frequentiert und mitunter ebenfalls zum Pilgern mit Hund genutzt.

Der wohl bekannteste Pilgerweg Europas ist der sogenannte Jakobsweg, der bis nach Santiago de Compostela ans berühmte Grab des Apostels Jakobus führt und bereits im Hochmittelalter als eine der wichtigsten Handelsrouten in Nordspanien galt. Ob von Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland oder Italien aus, es gibt viele Möglichkeiten, auf Schusters Rappen auf dem Camino de Santiago zu pilgern, wobei der Weg stets durch Frankreich und schließlich den Norden Spaniens führt. Menschen, die den Jakobsweg erleben möchten und dieses Erlebnis mit ihrem Vierbeiner teilen möchten, müssen unbedingt beachten, dass das Pilgern mit Hund durchaus auch mit einigen Schwierigkeiten einhergehen kann. Dies gilt auch für Pilgerwege, die sich durch Deutschland schlängeln und nicht so weit entfernte Ziele haben, wie der Jakobsweg. Zu den Pilgerwegen Deutschlands zählen unter anderem der Lutherweg, der Elisabethpfad, die Bonifatius-Route, sowie Teilstücke des Jakobsweges.

Unabhängig davon, für welche Route man sich entschieden hat, bedeutet das Pilgern mit Hund für Mensch und Tier erhebliche Strapazen. So muss man zunächst mitunter eine große Distanz zurücklegen und teilweise anspruchsvolles Gelände bewältigen. Beim Wandern mit Hund in heimischen Gefilden können angehende Wallfahrer ihren Vierbeiner und auch sich selbst auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereiten und Kondition aufbauen, schließlich liegt das tägliche Pensum bei etwa 20 bis 30 Kilometer.

Insbesondere hinsichtlich der Übernachtungsmöglichkeiten ergeben sich beim Pilgern mit Hund einige Probleme. Pilger sind grundsätzlich in den zahlreichen Herbergen entlang der Pilgerwege stets herzlich willkommen, doch für Vierbeiner ist hier kein Platz. Dies bedeutet, dass diese Übernachtungsmöglichkeit beim Pilgern mit Hund wegfällt. Oftmals muss man daher mit seinem Hund im Freien übernachten und sollte daher möglichst ein Zelt im Gepäck haben.